The April Theses — Davide Monteleone

Im März 1917 verließ Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin), Führer der revolutionären bolschewistischen Partei, sein Exil in Zürich. Acht Monate später übernahm er die Führung von 160 Millionen Menschen, die ein Sechstel der bewohnten Erdoberfläche bevölkerten. Am 9. April 1917 reiste er mit Unterstützung der deutschen Behörden, die zu dieser Zeit mit Russland im Krieg standen, mit dem Zug durch Deutschland, Schweden und Finnland zurück in sein Heimatland, um am 16. April den Finnischen Bahnhof in St. Petersburg zu erreichen, wo er nach einem Jahrzehnt im Exil die Zügel der Russischen Revolution in die Hand nahm. Einen Monat zuvor war Zar Nikolaus II. von der Macht verdrängt worden, als sich russische Armee-Truppen einer Arbeiterrevolte in Petrograd, der russischen Hauptstadt, anschlossen. In einem Dokument mit Stichpunkten, bekannt als „Die Aprilthesen“, forderte Lenin den Sturz der Provisorischen Regierung und skizzierte die Strategie, die innerhalb von sieben Monaten zur Oktoberrevolution führen und die Bolschewiki an die Macht bringen sollte.100 Jahre später habe ich eine Chronologie von zwei Wochen aus Lenins Leben kurz vor den Ereignissen erstellt, die Russland und die ganze Welt verändert haben. Auf der Suche nach dem Originalentwurf der „Aprilthesen“ habe ich Lenins epische Reise, inspiriert von den Archivdokumenten, die ich im R.G.A.S.P.I. (Russisches Staatsarchiv für sowjetische politische Geschichte) gefunden habe, und historischen Büchern wie „To Finland Station“ von Edmund Wilson und „The Sealed Train“ von Michael Pearson, nachgestellt und teilweise nachgespielt. Das endgültige Werk ist eine Sammlung zeitgenössischer Landschaften, forensischer Archivfotos und inszenierter Selbstporträts, die eine Reise durch Raum und Zeit nachzeichnen.

Hardcover
17 x 23,6 cm
128 Seiten
Limitierte Auflage von 100 Exemplaren (ausverkauft)
Herausgegeben von Edizioni Postcart
Design: Hannah Feldmeier