Alpen — Peter Mathis

Die Eroberung der Distanz (Auszug aus dem Buch)

Die Alpen sind bewohnt, bewundert, genutzt. Sie sind Heimat, Urlaubsziel, Projektionsfläche – erhaben, erforscht und überfüllt. Jeder Hang wurde vermessen, jeder Gipfel bezwungen. Und doch erfinden wir immer wieder neue Wege, die Alpen zu sehen. Einmal. Und wieder, für alle Zeit.

... Hannibal, Goethe, Caspar David Friedrich (obwohl er nie einen Fuß in die Alpen gesetzt hat). Der Engländer E.T. Compton. Der Zauberberg. Spyris Heidi, Die Berge rufen. Der moderne Massentourismus, ökologische Initiativen: Das sind im Allgemeinen die Parameter, innerhalb derer wir uns heute bewegen und hinterfragen, wie und warum wir die Alpen so beobachten, anerkennen und schätzen, wie wir es tun. Sie sind in der Tat die Pfosten, zwischen denen – beabsichtigt oder nicht – das Genre der alpinen Naturfotografie operiert. Die meisten Bilder erstarren in ihrer Schönheit und Opulenz; die meisten hallen in Bildern wider, die irgendwo zwischen denen von Caspar David Friedrich und Luis Trenker liegen. Doch die Art und Weise, wie man sich den Alpen nähert und sie wahrnimmt, war in der jüngeren Geschichte alles andere als statisch. Im Laufe der Zeit haben sie sich tatsächlich radikal verändert …

192 Seiten,
98 Fotografien in Duotone
Texte von Jan Kirsten Biener & Peter Mathis
Herausgegeben von PRESTEL
Gestaltung: Hannah Feldmeier